Auf dem etwa 30 ha großen Areal Markgrafenkaserne in Bayreuth soll ein zukunftsweisendes Logistik/Messe Park-Konzept (LogMes-Park) umgesetzt werden. Der LogMes Park Bayreuth wird speziell für die Bedürfnisse von europa- und weltweittätigen Handels – und Logistikunternehmen entwickelt. Als Drehscheibe zwischen Ost und West, zwischen Nord und Süd wächst die Bedeutung Oberfrankens nicht erst nach der erfolgten EU-Osterweiterung. MdB Hartmut Koschyk betonte, dass er voll hinter dem Planungsobjekt der Firmengruppe Wedlich steht und fordert eingehend, dass die Verwertung des Bundeswehr-Areals von allen Beteiligten zur Chefsache erklärt werden muss. "Dieses innovative Projekt darf nicht nur in Vorzimmern bearbeitet werden, denn es stellt eine der größten Zukunftschancen für die gebeutelte Region Bayreuth dar!"
Die Planungen für eine weitere Expansion der Firmengruppe Wedlich laufen bereits seit zwei bis drei Jahren, wie Firmenchef Christian Wedlich betonte. Ebenso deutlich unterstrich er, dass er "wie alle Bayreuther leidenschaftlich für den Erhalt des Bundeswehr-Standortes Bayreuth bis zuletzt gekämpft habe, doch seitdem klar sei, dass die traditionsreiche Bayreuther Kaserne geschlossen wird, fokussieren sich die Erweiterungspläne konkret auf den Standort Markgrafenkaserne".
Ebenfalls maßgeblich an einer Umsetzung interessiert ist Bezirksrat und CSU-OB-Kandidat Dr. Michael Hohl. Er sieht in den Planungen der Firmengruppe Wedlich sowie des Bayreuther Architekten Ulrich Sailer ein künftiges Vorzeigeobjekt für ganz Deutschland.
MdB Koschyk fordert nun, "dass die Verantwortlichen in Berlin und München jetzt alles dafür tun, damit sich in dieser Sache schnell etwas bewegt - dieses Zukunftsprojekt darf nicht auf Eis gelegt werden". Um das Anliegen weiter voranzutreiben hat sich MdB Koschyk bereits zusammen mit seinen Abgeordnetenkollegen Walter Nadler MdL, Dr. Joachim Wuermeling MdEP sowie Bezirksrat Dr. Michael Hohl an Bundesfinanzminister Hans Eichel und Bayerns Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu mit der Bitte um Unterstützung gewandt. "Wir hoffen alsbald auf ein hochrangiges, persönliches Gespräch, um beide für eine reibungslose, wirtschaftsnahe Verwertung des Geländes zu gewinnen." Für das Projekt, mit dessen Umsetzung voraussichtlich nicht vor 2006 begonnen werden könne, erhofft sich Koschyk nun Fördermittel des Bundes und der Europäischen Union.
"Nach der völlig unverständlichen Entscheidung der Bundesregierung, entgegen früherer Zusagen den Bundeswehrstandort Bayreuth vollständig aufzulösen, ist meines Erachtens die Bundesregierung in einer besonderen Verpflichtung, was eine sinnvolle Nachfolgenutzung der Bayreuther Markgrafenkaserne anbelangt, die auch wirtschaftliche Impulse für die Region als Ausgleich für den Abzug der gesamten Bundeswehrinfrastruktur in Bayreuth setzt.", so MdB Hartmut Koschyk in seinem Schreiben an beide Minister. Ferner ist es notwendig, dass der Freistaat Bayern im Rahmen einer Ansiedlungsoffensive Oberfranken dieses Vorhaben zu einem Prestigeobjekt weit über die Region hinaus macht. Entsprechende Fördermöglichkeiten wollen die Verantwortlichen der Firma Wedlich Logistics sowie die Abgeordneten alsbald mit den verantwortlichen Ministern in Berlin und München besprechen. Mit dem Fall des eisernen Vorhangs ist Oberfranken vom Vorposten des Westens zum Zentrum Europas geworden. Der Beitritt der mittel- und osteuropäischen Länder rückt Oberfranken mitten in einen riesigen, gemeinsamen Markt – eine beispiellose Chance für die Region und für jeden Investor der auf sie und in ihr baut, denn: "Im Herzen Europas wächst die Zukunft schneller!" so Christian Wedlich abschließend.